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Junge Union Rhein-Main für Pläne zur Osttangente

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Schwander: „Vorschlag von Uwe Becker stößt wichtige und richtige Debatte an“

Die Junge Union Rhein-Main hat den Vorstoß von Frankfurts Bürgermeister, Uwe Becker, eine Osttangente für den Öffentlichen Personennaheverkehr (ÖPNV) zu errichten, positiv aufgenommen. Die jungen Christdemokraten halten es für richtig, den ÖPNV in der Region auszubauen, um dem Zuzug gemeinsam Herr zu werden. „Das Rhein-Main-Gebiet boomt. Viele Menschen zieht es in die Region, da hier Arbeitsplätze vorhanden sind und auch der Lebensstandard hoch ist. Die Stadt Frankfurt allein wird diesem Zuzug aber nicht gerecht werden können. Wer mit der Region bauen möchte, muss neben Bauplätzen aber auch andere Vorteile schaffen. Die Infrastruktur ist daher unabdingbar“, erklärt hierzu der Bezirksvorsitzende des größten Bezirksverbands innerhalb der Jungen Union Hessen, Yannick Schwander.

Natürlich wisse man innerhalb der JU Rhein-Main, dass der Vorschlag Beckers zunächst einmal den Beginn einer Debatte kennzeichnet, die über viele Jahre geführt werden müsse. Aber der Vorschlag sei der richtige Schritt, um einmal darüber zu diskutieren, was in und mit der Region möglich sei. „Wenn man es als Regionalpolitiker ernst meint, dann muss man neben den vielen Forderungen nach Bauen in der Region auch Antworten auf die Frage finden, wie man dem Verkehr gerecht wird. Wer in der Region wohnt und in Frankfurt arbeitet, der ist auf Straßen, Schienen und Verkehrsmittel angewiesen. Wir benötigen also neue Wege, um die gesamte Region zu erschließen“, so Schwander, der betont, dass ein stures Bauen ohne Infrastruktur zum Kollaps in der Region führen würde.

Nach Ansicht der jungen Christdemokraten möchten viele Menschen in ihren Heimatgemeinden wohnen bleiben, auch wenn dies einen längeren Weg zur Arbeit bedeutet, derzeit sei dies aber teilweise schlichtweg nicht möglich. „Wenn man heute im östlichen Main-Kinzig-Kreis lebt, aber in Frankfurt arbeitet, ist man auf das Auto angewiesen und kennt Stau und Verzögerung nur zu gut. Der Ausbau des ÖPNV mit dem Umland und in die Region ist eine der dringenden Aufgaben für die Zukunft“, erklärt Schwander und führt aus, dass man viel von „Landflucht“ und Entvölkerung der ländlichen Regionen höre und lese, aber derzeit keine funktionierenden Instrumente findet, die dies verhindern könnten. „Will man den ländlichen Raum fördern, muss man ihn an die Metropolregion besser anbinden. Jede Minute, die man auf dem Weg zur Arbeit oder für Besorgungen sparen kann, ist ein Zugewinn an Lebensqualität. Die Debatte müssen wir jetzt führen, sie ist längst überfällig“, so Schwander.

Die Junge Union Rhein-Main fordert nun Politiker aller Landkreise und Städte in der Region, aber auch im Land Hessen dazu auf, sich an einen Tisch zu setzen, um Modelle zu diskutieren, wie dieser Vorschlag von Uwe Becker realisiert werden könne. „Das ist kein kurzfristiges Projekt. Wahrscheinlich sprechen wir hier von Jahrzehnten, bis es Realität werden könnte. Aber wir sprechen auch immer von den Jahren 2030 oder 2050, wenn es um Bevölkerungsprognosen geht. Also müssen wir auch über die Infrastruktur dieser Jahre jetzt beginnen zu sprechen“, so Schwander abschließend.

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